Aggressive Dogge
 
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Sanfte Riesen oder aggressive Doggen?


Auf dem Bild sieht man meinen Arroganz satt und zufrieden, hinter seiner Mama alleine liegen! Die Anderen bevorzugten lieber die warme Milchbar!

Dogge ist nicht gleich Dogge! Ich hatte sogar zwei miteinander verwandte Doggen, aus dem Grund, weil ich sehr mit dem Wesen meiner Dogge Emma (Derby Claudia Bohemica) zufrieden bin. Ich habe mir im Oktober 2006 ihren Neffen James (Arroganz vom Waldfrieden) gekauft, in der Hoffnung das er ähnliche Wesenszüge besitzt wie sie. 

Leider war dem nicht so! Als ich meinen James im Alter von 12 Wochen von der Züchterin holte, und er seine ersten 24 Stunden bei mir verbrachte, habe ich feststellen müssen, das er meinen Bruder anknurrt, ich dachte damals vielleicht ist er unsicher und das gibt sich mit der Zeit. Als ich dies der Züchterin mitteilte, war sie der Meinung, das eventuell der Wurf zu abgeschieden aufgewachsen sei, und die Welpen zu wenig verschiedene Menschen kennengelernt haben. Meine Emma habe ich ja über Umwegen im zarten Alter von sechseinhalb Wochen bekommen, und sie ging in ihrer ganzen Welpenphase immer freudig und unbefangen auf fremde Menschen zu, dies tat mein James nicht. Er war 16 Wochen alt als wir seine Züchterin besuchten, er hat sie seit seinem Einzug bei mir nicht mehr gesehen, ich dachte mir die Wiedersehensfreude wäre bestimmt groß, leider hat James seine Züchterin genauso angeknurrt wie meinen Bruder, obwohl er mit ihr seine ersten 12 Lebenswochen verbrachte!

Er war ein sehr selbständiger Welpe dem es sogar nichts ausmachte, als ich ihn beim Gassi gehen allein auf einem Acker stehen ließ, weil er lieber buddelte als mit nach Hause zufahren. Ich lud meine Emma ins Auto und fuhr los, doch das kümmerte ihn nicht! Ich führ bis in die Ortschaft als ich ihn nicht mehr sah, drehte ich um und fuhr zurück und holte ihn von seinem Buddelloch ab.

Mein James wurde fünf Monate, und wir waren beim Tierarzt als ich zahlen wollte habe ich einen Bekannten gebeten James kurz an der Leine zu halten. James war links von mir, circa eineinhalb Meter entfernt, als ich zahlte näherte sich mir eine zierliche Frau von rechts, sie sah ihn an und ein paar Sekunden später wollte James auf diese Frau los. Er kam Gott sei Dank nicht an mir vorbei, da ich ihn am Halsband greifen konnte. Damals ahnte ich noch nicht das sich diese Situationen in Zukunft wiederholen würden! 

Als wir im Frühjahr 2007 am Baggersee waren ergab sich eine Situation die mich erschrecken ließ. James lag im Sand und als der Sohn seiner Züchterin auf ihn zulief, obwohl dieser noch etliche Meter von ihm entfernt war, knurrte er, sprang auf und lief davon. Ein junger Hund läuft davon, bei einem erwachsenen Hund kann sich Flucht ganz schnell zum Angriff wandeln! Ich habe auch Kinder in meiner Verwandtschaft mit denen meine Emma aufgewachsen ist und die mein James kannte. Mit meiner Emma gab es da nie Probleme, im Gegenteil sie freut sich heute immer noch wie ein Honigkuchenpferd, wenn sie kleine Mädchen sieht die rosa gekleidet sind! Mit James gab es Probleme, ab seinem ersten Lebensjahr sogar mit Kindern die er kannte, und mit denen er keine schlechten Erfahrungen machen konnte. Er stand plötzlich ihm Raum mit hocherhobener Rute und bekam einen langen steifen Hals mit einem starren Blick auf das Kind, das selbe Verhalten daß er draußen zeigte an der Leine, kurz bevor er auf etwas losspringen wollte, das sich bewegt. 

Ich kann leider bis heute nicht sagen, was die, oder der Auslöser für dieses Verhalten waren. Ich habe versucht sämtliche Situationen durchzugehen, einmal zeigte er dieses Verhalten und beim nächsten Mal war er das Unschuldslamm. Es waren Begegnungen zuhause und draußen, mit Männern jeglicher Statur mit und ohne Hut, oder Stock, Frauen zierlich bis normale Figur, mit und ohne Kopfbedeckung, oder Walkingstöcken.  Autos, Fahrräder, Motorräder, Pferde, Hunde Katzen , Vögel einfach alles!!! Es war auch nicht immer wenn sich etwas, oder jemand, auf uns zubewegte, sondern auch wenn sich etwas in hundert Meter Abstand parallel, oder von uns weg, bewegt hat. In solchen Situationen war mein James nur sehr schwer, bis gar nicht mehr zu Händeln. Jegliche Versuche meinerseits, seinen Blick von dem auserwählten "Opfer" abzuwenden, halfen nichts. 

Not macht erfinderisch, wenn der Hund sich durch Leckerchen oder Unterordnung nicht ablenken lässt, habe ich ihm versucht den Kopf wegzudrehen, als das nichts half habe ich versucht ihm die Augen zuzuhalten, vergebens. Ein Satz den ich oft gebrauchte, und der mir ein Leben lang in Erinnerung bleibt ist " Erde an James, Erde an James, hörst du mich?!?" Unsere Machtkämpfe wurden immer schlimmer und er stieg an der Leine wie ein Pferd. Wenn man in solchen Situationen ist und einem wachsenden Doggenrüden, der zum Schluß Gott sei Dank nur 70 Kilo erreicht hat, steht man neben einem gewaltigen Problem! 

Es kam mir immer vor als ob er in solchen Situationen eine andere Persönlichkeit oder etwas Wahnsinniges aus ihm herausbricht vielleicht war er Schizophren ich weiß es nicht, ich weiß nur das er schon von klein auf so war. 
www.ciao.de/Deutsche_Dogge__Test_959652
 Schizophrenie bei Doggen gibt es anscheinend öfter!

Für eine Dogge hatte mein James einen extremen Jagdtrieb, obwohl er in seiner Zuchtstätte mit Hühnern und Enten aufgewachsen ist, war dieser Trieb auf sämtliches Gefieder am stärksten ausgeprägt!
Die Schleppleine, eine stabile Leine, ein Halsband, ein K9 Geschirr und ein paar Reithandschuhe, mit Ledereinsatz an den Handinnenflächen für mich, waren die Ausrüstung um mit ihn Spazieren zu gehen. Wenn ich ihm Vertrauen schenkte und ich dachte es wäre übersichtliches Gelände durfte er frei laufen.
Manchmal wurde ich belohnt und er hörte, doch es kam auch vor das er seine Nase kurz in den Wind hielt und er lief weg. Ich rede hier von Distanzen die sich in Kilometer messen lassen. Wie lange er weg blieb war unterschiedlich, teilweise sogar über 30 Minuten lang. Als er dann wieder zurück kam sah er aus als hätte er Tollwut, überall am Maul hing ihm dicker weißer Schaum, danach legte er sich erstmal hin und ich mußte ein paar Minuten warten bis er sich etwas regeneriert hat, und mit mir weiter gehen konnte.

Im Nachhinein ist man immer schlauer!
Mir wurde versichert, daß der A-Wurf der erste Wurf seiner Mutter sei, doch sie hatte am 24.9.2004 schon mal einen Schwarzwurf. Wenn ich das damals gewußt hätte, wäre ich niemals die Besitzerin von James geworden. Die ersten Nachkommen von seiner Mutter sind nicht gerade einfache Hunde, extremer Jagdtrieb, Raufereien und eine niedrige Reizschwelle, ist mir berichtet worden. 
An der Dreistigkeit und Verlogenheit mancher Menschen lernt man nie aus!

In der Verzweiflung sucht, und redet man sehr viel mit Menschen, die einem mit Rat und Unterstützung zur Seite stehen, dafür möchte ich mich Bedanken, damit ich die Zeit mit meinem James gut überstanden habe, und kein Mensch körperlichen Schaden durch ihn erlitten hat!
Du bist nicht mehr, ich weiß nicht was du gehabt hast, hattest du Schmerzen oder war es angeboren? Du warst, und wirst immer ein Rätsel für mich bleiben. Ein Rätsel das ich abgöttisch geliebt habe, und immer noch Liebe!!!







 
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